Kapellenbauverein verschiebt Kapellenfest und Mitgliederversammlung auf 2022

Mit Blick auf die aktuelle Coronasituation hat der Kapellenbauverein Meindorf informiert, dass die ursprünglich noch für März vorgesehene Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen nicht stattfinden kann. Sie wird im kommenden Jahr nachgeholt. Auch das traditionelle Kapellenfest wird bedauerlicherweise zum zweiten Mal ein Opfer der Pandemie. Ob die Gottestracht und die Prozession noch in diesem Jahr stattfinden kann, ist noch nicht absehbar. Dafür bittet der Verein um Verständnis.

Bundespolizei fliegt ohne Genehmigung – Chance für mehr Lärmschutz

Die Bundespolizei fliegt von Hangelar aus seit 1969, obwohl sie dafür keine Genehmigung hat. Das berichtet heute der Generalanzeiger Bonn in seiner Printausgabe und auch online unter: http://www.ga.de.

„Wir Grünen haben darauf hingewirkt, dass für den Hubschrauberbetrieb der Bundespolizei nun ein Genehmigungsverfahren durchgeführt wird“, sagt Fraktionsvorsitzender Martin Metz im GA-Artikel. Die Grünen sehen die Notwendigkeit der Flüge, dabei aber nun auch die Chance, Verbesserungen beim Lärmschutz während der Übungsflügen vor allem abends und in der Nacht zu erreichen. „Möglich wären zudem bauliche Anlagen, um den Lärm am Boden zu reduzieren“, wird Martin Metz, der auch Ortsvorsteher von Meindorf ist weiter zitiert. Meindorf ist vorm Lärm des Hangelarer Flugplatzes neben Geislar und Beuel besonders betroffen. Bereits bei der Vorstellung der Pläne für den Hundert Millionen Euro teueren Ausbau des Bundespolizeistandortes im zuständigen Ausschuss des Augustiner Stadtrats wurden entsprechende Forderungen formuliert.

Weitere Infos und einen Kommentar vom GA-Redakteur Dylan Cem Akalin: „Chance für die Anwohner“ gibts im Generalanzeiger Bonn in der „Rhein&Sieg“ Ausgabe.

Stille Kranzniederlegung am Volkstrauertag

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Situation fand die diesjährige Kranzniederlegung zum Volkstrauertag – 75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges  – in aller Stille und ohne weitere Gäste statt.

Ortsvorsteher Martin Metz legte den Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof in Meindorf nieder. „Am heutigen Volkstrauertag gedenken wir aller Opfer von Gewalt, Krieg, Terror, Faschismus und Rassismus. Dieses Gedenken richtet sich an die Toten aus unserer Heimat Meindorf und Sankt Augustin, aber genauso an die Opfer in der ganze Welt“, machte der in der vergangenen Woche frisch vereidigte Ortsvorsteher deutlich. „Das Andenken an die Toten ist uns Mahnung für eine friedliche und solidarische Welt einzutreten“, so Metz weiter.

 

Flugplatz Hangelar:
Ein Plädoyer für mehr Rücksichtnahme der Sportflieger

Vorweg: Kaum jemand in Meindorf stört sich an den fast lautlosen Segelfliegern oder professionellen Hubschraubern der Bundespolizei und des ADAC, die zumindest für unser Gemeinwohl unterwegs sind. Anders sieht es jedoch mit dem Fluglärm des Hobbys der Sportflieger aus. Das ist, was die Lautstärke der Motoren beim Start angeht, eine Zumutung und wirkt inzwischen aus der Zeit gefallen. In Zeiten (vor Corona)  in denen wir bei Flugreisen – mal eben übers Wochenende nach Barcelona, Venedig oder Stockholm – dank „Greta“ immer stärker über „Flugscham“ und Klimaschutz reden, lärmt unverdrossen der Sportflieger rein aus Spaß&Freude alleine durch die Luft und schädigt das Klima. Rund 60.000 Augustiner und 300.000 Bonner belästigt dabei auch der Lärm. Geht das nicht auch leiser? Müssen diese Dezibel Zahlen sein?

Vorbild Motorradlärm:
Mut macht den Genervten eine aktuelle Initiative des Bundesrates. Der will die Geräuschemissionen der Motoräder begrenzen, was der Lautstärke eines LKWs oder Rasenmähers entspräche. Apropos: ich komme gleich auch noch zum samstäglichen Einsatz von Laubbläsern! Die Länder wollen zudem Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Auch unsere Nachbarn in Tirol haben die Nase voll vom Lärm. Der Bezirk Reutte sperrt im Sommer Straßenabschnitte für besonders laute Motorräder. Kein Freund davon ist erwartungsgemäß der Bundesverband der Motorradfahrer. Er fordert -zurecht – eine Einbeziehung aller Fahrzeuge bei der Problemlösung. Und damit wären wir wieder beim Thema Sportflugzeuge.

Muss dieser Lärm beim Start sein?
Nein! Sicherlich gibt es für Motorräder und Sportflugzeuge heute gute technische Lösungen um den Lärm zu begrenzen. Mein Appell an unsere Meindorfer Nachbarn des Flugplatzes: Nehmt das Thema ernst und setzt Euch aktiv dafür ein. Zieht euch nicht länger auf bekannte Positionen zurück, wie: Der Flugplatz in Hangelar war schon immer hier ( genauer seit 1909) und wir sind nur Teil eines internationalen Drehkreuzes.

Einer muss den Anfang machen und Vernunft und Verständnis im extrem dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen zeigen. Die Zeit ist reif dafür. Das Verständnis Eurer, eh schon durch die Autobahn und Eisenbahn (hier wird am Lärmschutz gearbeitet!) lärmgeplagten Nachbarn für euer Hobby schwindet rapide. Die Zeiten ändern sich halt. Was früher noch erlaubt und hinnehmbar war, ist heute verboten. Wir rauchen auch nicht mehr im Kino.

Lärm macht krank und ist das neue Rauchen!
Und da helfen auch nicht Statistiken, dass die Flugbewegungen wieder abgenommen hätten. Jedes zu laute Flugzeug nervt und ist eines zu viel. In Zeiten von Corona und Homeoffice extrem auch unter der Woche aber insbesondere an den eher leisen Sonntagen. Hier ist mehr Rücksichtnahme zeitgemäß.

Dies gilt übrigens auch für die Tatenlosigkeit der Verantwortliche in den umliegenden Rathäusern, die wegschauen, besser hören. Merke: Der Flugplatz gehört zu 49,6 % der Stadt Bonn zu 38,4% dem Rhein-Sieg Kreis und zu 10% der Stadt Augustin Auch hier vermissen die vom Fluglärm genervten Bürger ein Gespür für die sich verändernde Akzeptanz von überlauten Freizeitgeräten. Aber vielleicht greifen ja die neuen Kanditen für das Bürgermeister und Landratsamt das Thema auf. Viele Meindorfer werden bei der anstehenden Kommunalwahl jedenfalls ein Auge darauf haben, wenn sie ihr Kreuz setzen, wer dazu welche Position einnimmt. Denn: Funktioniert die gegenseitige Rücksichtsnahme nicht länger, muss die Politik die Rahmenregelungen anpassen. So wie jüngst der Bundesrat beim Motorradlärm! Also, fange wir doch schon mal mit einem Sonntagstartverbot für überlaute Sportflugzeuge an, das wäre doch ein erster Schritt!

Ihr
Peter Kespohl
Ortsvorsteher a.D.

P.s. Fast vergessen. Liebe Freunde der Laubbläser: Greift doch mal wieder wie früher zum Besen und Gartenrechen. Das ist leiser und ihr bewegt euch auch mehr dabei! Das hält gesund!

P.s. Während ich diesen Text schreibe, sind 10 Flugzeuge gestartet….

Infoabend von SPD und Grünen zum Ausbau der A59

Lärmschutz & Co: Was bedeutet der Ausbau der A59 für Meindorf und Menden?

Wie bekannt soll die A 59 zwischen Dreieck Sankt Augustin und Dreieck Bonn Nordost von 6 auf 8 Spuren verbreitert werden. Verantwortlich für die Maßnahme ist der im Auftrag des Bundes tätige Landesbetrieb Straßenbau NRW. Bereits 2016 waren die Pläne im Planfeststellungsverfahren zum ersten Mal einsehbar. Nun gibt es einige Änderungen. Noch bis zum 19.06.2019 liegen die neuen Pläne öffentlich aus und sind hier bei uns als komprimierte ZIP Dateien abrufbar.

Bis zum 18.07.2019 können alle Bürgerinnen und Bürger bei der Bezirksregierung Einwände erheben und Anregungen zu den Plänen geben.

Die Ausbauplanung für die A 59 hat einige Auswirkungen: Neubau eines Regenrückhaltebeckens, bauliche Eingriffe im Bereich Johann-Quadt-Str./Bahnhofstr./Im Winkel, Umbau der L16-Unterführung oder der Lärmschutz, der nach wie vor nicht weit genug nach Süden vorgesehen ist. Bislang nicht berücksichtigt sind die Planungen für einen Radschnellverbindung Bonn/Rhein-Sieg entlang der Autobahn oder die Idee einer Grünbrücke zwischen Hangelarer Heide und Siegaue.

Martin Metz
Peter Kespohl
Die neue Offenlage der Pläne ist Anlass, dass die Ratsmitglieder Peter Kespohl (SPD, Ortsvorsteher Meindorf) und Martin Metz (GRÜNE) die Planung im Allgemeinen und die erfolgten Änderungen vorstellten. Sie haben am 26. Juni im „Santorini“ in Meindorf mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren, wie sie die Planungen einschätzen und welche Aspekte ihnen wichtig sind. Die Diskussion umfasste auch den Neubau der S13 und die dabei geplanten Lärmschutzmaßnahmen. Das „Santorini“ war komplett überfüllt, teilweise folgten die Teilnehmer von aussen dem Vortrag der beiden Stadträte. Von den Bürgerinnen und Bürgern kamen viele Anregungen wie beispielsweise die Lärmreduktion durch Geschwindigkeitsbegrenzungen oder auch die Verlängerung der geplanten Lärmschutzwände. Auch die Meindorfer Unterführung war ein Thema da in den Plänen nunmehr keine Radwege vorgesehen sind. Hier könnte eine dauerhafte Ampelschaltung mit einspuriger Verkehrsführung für eine deutliche Verkehrsentlastung in Meindorf sorgen – so ein Vorschlag.

Die Diskussionsergebnisse sollen nun in die Beratungen im Stadtrat Sankt Augustin, der eine eigene Stellungnahme abgeben will, einfließen.

Die während der Diskussion gezeigte Präsentation können Sie hier als PDF Dokument herunterladen.