Aus der Absage von Hangelar lernen.

Ein tragfähiges Konzept für Veranstaltungen in Sankt Augustin gefordert.

Blog des Ortsvorstehers: Nach 25. Jahren wurde das Spektakel in Hangelar in diesem Jahr abgesagt. Das ist ein Weckruf,  nicht nur für die Ausrichter und Besucher in Hangelar. Die Probleme der Veranstalter von Ortsfesten, sowie Karnevals- und Maiveranstaltungen sind strukturell und betreffen viele Vereine in Sankt Augustin und in Meindorf. Dabei hatte es bereits seit der Absage der Karnevalsfeten der Junggesellen sowie der Feuerwehr in Meindorf in diesem Jahr durchaus Warnungen gegeben. Ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen stehen inzwischen vor Problemstellungen, die von den Vereinen nicht mehr selbst gelöst werden können. Es war durchaus bekannt, dass Vereine u.a. auf Grund der erhöhten Sicherheitskosten ihr Engagement überdenken müssen. Deshalb sind die Fachleute im Rathaus gefordert, dies nicht einfach hinzunehmen und sich mit allen Beteiligten kurzfristig an einen Tisch zu setzen. Ihre Aufgabe ist es, eine tragfähige Lösung für Sankt Augustin zu erarbeiten, die die Problem der Haftungsfragen und verschärften Sicherheitsbedingungen für alle Vereine aufgreift. Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist aufgerufen, das Thema für Veranstaltungen der Gewerbetreibenden aufzugreifen und diese zB bei Haftungsfragen zu entlasten. Und auch die Stadtwerke können einen Beitrag leisten, indem sie z.B. mit ihren Fahrzeugen die Zuwege zu Veranstaltungen absichern.

Hangelar hat sich die Absage sicherlich nicht leicht gemacht, aber Sicherheit steht an erster Stelle. Doch genau dann ist ein starker Partner der Stadt und der Wirtschaftsförderung als Problemlöser gefragt. Alle müssen nun an einen Tisch und an einem Strang ziehen.

Peter Kespohl
Ortsvorsteher und Stadtrat