A59: Baugrunderkundung für geplanten Ausbau zwischen den Dreiecken Sankt Augustin-West und Bonn-Nordost

Pressemitteilung der Autobahn GmbH vom 14.05.2021:

Bonn/Sankt Augustin (Autobahn GmbH). Im Rahmen des geplanten Ausbaus der A59 zwischen den Autobahndreiecken Sankt Augustin-West und Bonn-Nordost führt die Autobahn GmbH Rheinland in den kommenden Monaten Bohrungen aus, um den Baugrund zu erkunden. Dem voraus gehen in den nächsten Tagen Messarbeiten für die Bohrpunkte. Die Arbeiten sind erforderlich, um die Planungen möglichst ideal an die vorhandenen Gegebenheiten anpassen zu können. Zudem soll damit sichergestellt werden, dass sich unterhalb der Autobahn keine „Blindgänger“ aus dem zweiten Weltkrieg befinden.

Damit einhergehend stehen den Verkehrsteilnehmern in den nächsten Monaten auf der A59 in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Autobahndreiecken Sankt Augustin-West und Bonn-Nordost zeitweise weniger Fahrspuren zur Verfügung. Der genaue Zeitraum hängt von den weiteren Planungen für die Baugrunderkundung ab. Die Arbeiten werden jedoch so getaktet, dass alle Einschränkungen außerhalb der Hauptverkehrszeiten stattfinden. Insbesondere der Berufsverkehr zu den Hauptverkehrszeiten, für den die A59 zwischen Köln und Bonn besonders bedeutend ist, wird nicht beeinträchtigt.

Für erste Vermessungen sind am Mittwoch (19.5.) von 10 bis 15 Uhr auf der A59 in Fahrtrichtung Bonn zwischen den Autobahndreiecken Sankt Augustin-West und Bonn-Nordost nur zwei von drei Fahrspuren frei.

Die Autobahn GmbH informiert über den weiteren Verlauf dieser Arbeiten.

Hintergrund:

Die Autobahn GmbH Rheinland plant den Ausbau der A59 zwischen den Autobahndreiecken Sankt Augustin-West und Bonn-Nordost von drei auf vier Fahrspuren je Fahrtrichtung. In diesem Abschnitt sind die Planungen soweit vorbereitet, dass sie momentan im Planfeststellungsverfahren geprüft werden. Nach dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2016 wurde im Jahr 2019 ein erstes Deckblatt mit Änderungen der Planung (u.a. Lärmschutz, Landespflege) zur Berücksichtigung von eingegangenen Stellungnahmen bzw. Einwendungen offengelegt. Durch die neue Bedarfsplanmaßnahme Rheinspange 553 mussten die Verkehrszahlen für das Jahr 2030 auch in dem hier vorliegenden Projekt überprüft werden. Die Zahlen hierzu liegen seit dem Jahr 2020 vor. Aus den neuen Verkehrszahlen ergibt sich ein erneuter Änderungsbedarf an den Planfeststellungsunterlagen, die derzeit erarbeitet werden. Die überarbeiteten Planunterlagen sind aktuell in der weiteren Bearbeitung und werden in einem zweiten Deckblatt voraussichtlich bis Ende 2021 der Planfeststellungsbehörde eingereicht. Anschließend erfolgt voraussichtlich in 2022 die Offenlage.

Schon Ende der 1980er Jahre war die Kapazität des Autobahnteilstücks mit je zwei Fahrspuren nicht mehr ausreichend. Dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen wurde mit einer provisorischen Erweiterung auf drei eingeengte Fahrspuren je Fahrtrichtung unter Wegfall der Seitenstreifen begegnet. Aufgrund der geringeren Spurbreite wurde die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 100 km/h reduziert. Doch die Strecke blieb trotzdem stauanfällig. Der Abschnitt zwischen den Autobahndreiecken nimmt sowohl den Durchgangsverkehr als auch den Quell- und Zielverkehr aus den Räumen Bonn, Hennef, Siegburg, Troisdorf und Lohmar auf. Auf dem Teilstück kombiniert sich der aus Richtung Köln und der aus Richtung Hennef und Richtung Frankfurt (A3/A560) kommende Verkehr in Richtung Bonn (A565) und das Siebengebirge sowie umgekehrt. Die starke verkehrliche Belastung von rund 126.400 Fahrzeugen pro Werktag ergibt sich durch die Überlagerung des Verkehrs mit starken Abbiegeverkehren von und zur A560 bzw. A565. Die Abbiegeverkehre machen etwa die Hälfte der Gesamtbelastung aus. Und das Verkehrsaufkommen wird weiter wachsen. Zukünftig werden werktäglich 139.800 Kraftfahrzeuge im Jahr 2030 hier die A59 nutzen. Dabei sind die verkehrlichen Veränderungen durch die Bedarfsplanmaßnahme A553 Rheinspange bereits berücksichtigt. Der geplante Ausbau soll die Verkehrssicherheit und -leichtigkeit sowie die Verkehrsqualität in dem auszubauenden Abschnitt und den angrenzenden Bereichen verbessern.

Die Autobahn GmbH des Bundes hat am 1. Januar 2021 die Verantwortung für Planung, Bau und Betrieb aller Autobahnen in Deutschland übernommen. Mit künftig bis zu 15.000 Mitarbeitern in 10 regionalen Niederlassungen, 41 Außenstellen und 189 Autobahnmeistereien unterhält sie 13.000 Kilometer Autobahn. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Berlin ist eine der größten Infrastrukturbetreiberinnen in Deutschland.

Die Niederlassung Rheinland mit Hauptsitz in Krefeld betreibt mit künftig etwa 1.400 Mitarbeitern rund 1.200 Kilometer Autobahn entlang der Rheinschiene und im westlichen Ruhrgebiet. Zur Niederlassung gehören die Außenstellen in Köln, Essen und Euskirchen. Vor Ort sorgen 15 Autobahnmeistereien für fließenden Verkehr.