Nachrichtenarchiv

Flugplatz Hangelar:
Ein Plädoyer für mehr Rücksichtnahme der Sportflieger

Ein Blog des Ortsvorstehers Meindorf
Vorweg: Kaum jemand in Meindorf stört sich an den fast lautlosen Segelfliegern oder professionellen Hubschraubern der Bundespolizei und des ADAC, die zumindest für unser Gemeinwohl unterwegs sind. Anders sieht es jedoch mit dem Fluglärm des Hobbys der Sportflieger aus. Das ist, was die Lautstärke der Motoren beim Start angeht, eine Zumutung und wirkt inzwischen aus der Zeit gefallen. In Zeiten (vor Corona)  in denen wir bei Flugreisen – mal eben übers Wochenende nach Barcelona, Venedig oder Stockholm – dank „Greta“ immer stärker über „Flugscham“ und Klimaschutz reden, lärmt unverdrossen der Sportflieger rein aus Spaß&Freude alleine durch die Luft und schädigt das Klima. Rund 60.000 Augustiner und 300.000 Bonner belästigt dabei auch der Lärm. Geht das nicht auch leiser? Müssen diese Dezibel Zahlen sein?

Vorbild Motorradlärm:
Mut macht den Genervten eine aktuelle Initiative des Bundesrates. Der will die Geräuschemissionen der Motoräder begrenzen, was der Lautstärke eines LKWs oder Rasenmähers entspräche. Apropos: ich komme gleich auch noch zum samstäglichen Einsatz von Laubbläsern! Die Länder wollen zudem Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Auch unsere Nachbarn in Tirol haben die Nase voll vom Lärm. Der Bezirk Reutte sperrt im Sommer Straßenabschnitte für besonders laute Motorräder. Kein Freund davon ist erwartungsgemäß der Bundesverband der Motorradfahrer. Er fordert -zurecht – eine Einbeziehung aller Fahrzeuge bei der Problemlösung. Und damit wären wir wieder beim Thema Sportflugzeuge.

Muss dieser Lärm beim Start sein?
Nein! Sicherlich gibt es für Motorräder und Sportflugzeuge heute gute technische Lösungen um den Lärm zu begrenzen. Mein Appell an unsere Meindorfer Nachbarn des Flugplatzes: Nehmt das Thema ernst und setzt Euch aktiv dafür ein. Zieht euch nicht länger auf bekannte Positionen zurück, wie: Der Flugplatz in Hangelar war schon immer hier ( genauer seit 1909) und wir sind nur Teil eines internationalen Drehkreuzes.

Einer muss den Anfang machen und Vernunft und Verständnis im extrem dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen zeigen. Die Zeit ist reif dafür. Das Verständnis Eurer, eh schon durch die Autobahn und Eisenbahn (hier wird am Lärmschutz gearbeitet!) lärmgeplagten Nachbarn für euer Hobby schwindet rapide. Die Zeiten ändern sich halt. Was früher noch erlaubt und hinnehmbar war, ist heute verboten. Wir rauchen auch nicht mehr im Kino.

Lärm macht krank und ist das neue Rauchen!
Und da helfen auch nicht Statistiken, dass die Flugbewegungen wieder abgenommen hätten. Jedes zu laute Flugzeug nervt und ist eines zu viel. In Zeiten von Corona und Homeoffice extrem auch unter der Woche aber insbesondere an den eher leisen Sonntagen. Hier ist mehr Rücksichtnahme zeitgemäß.

Dies gilt übrigens auch für die Tatenlosigkeit der Verantwortliche in den umliegenden Rathäusern, die wegschauen, besser hören. Merke: Der Flugplatz gehört zu 49,6 % der Stadt Bonn zu 38,4% dem Rhein-Sieg Kreis und zu 10% der Stadt Augustin Auch hier vermissen die vom Fluglärm genervten Bürger ein Gespür für die sich verändernde Akzeptanz von überlauten Freizeitgeräten. Aber vielleicht greifen ja die neuen Kanditen für das Bürgermeister und Landratsamt das Thema auf. Viele Meindorfer werden bei der anstehenden Kommunalwahl jedenfalls ein Auge darauf haben, wenn sie ihr Kreuz setzen, wer dazu welche Position einnimmt. Denn: Funktioniert die gegenseitige Rücksichtsnahme nicht länger, muss die Politik die Rahmenregelungen anpassen. So wie jüngst der Bundesrat beim Motorradlärm! Also, fange wir doch schon mal mit einem Sonntagstartverbot für überlaute Sportflugzeuge an, das wäre doch ein erster Schritt!

Ihr
Peter Kespohl
Ortsvorsteher

P.s. Fast vergessen. Liebe Freunde der Laubbläser: Greift doch mal wieder wie früher zum Besen und Gartenrechen. Das ist leiser und ihr bewegt euch auch mehr dabei! Das hält gesund!

P.s. Während ich diesen Text schreibe, sind 10 Flugzeuge gestartet….

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Meindorf: Vereinsaktivitäten in Zeiten von Corona

Für lange Zeit ging nichts mehr, Zug um Zug werden nun die Einschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie wieder gelockert. Die Redaktion der Meindorf.net hat bei den Mitgliedern des Ortsrings nachgefragt, inwieweit Aktivitäten wieder möglich sind und aufgenommen wurden.

Auch für Veranstaltungen im September gibt es noch keine Entwarnung. Die Männerei Meindorf wird dieses Jahr kein Weinfest durchführen. „Auch wir möchten unseren Beitrag zur aktuellen Krise leisten und deshalb bleibt unser Pizzaofen kalt und die Weine müssen ein weiteres Jahr reifen. Wir hoffen das wir uns alle nächstes Jahr wieder auf ein paar Bierchen in Meindorf treffen können“, schreibt Matthias Kaiser.

Nicht Untätig bleibt auch der Bürgerverein. Auf seine Anregung hin sind die alten morschen Holzbänke am Grillplatz von der Stadt gegen neue Sitzbänke ausgetauscht worden. Auch die Schutzhütte wurde verschönert. Anstelle seines Grillfestes hat der gesamte Vorstand den Pinsel geschwungen und die Hütte gereinigt und gestrichen. „Die Farbe hat die Stadt zur Verfügung gestellt“, schreibt Martin Wieler, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins. Die Vermietung des Grillplatzes ist zur Zeit aufgrund der Coronabestimmungen nur eingeschränkt möglich. Nähere Infos gibt es bei der Anmeldung.

Die erste Antwort kam im Juni von Martin Bechtel, Einheitsführer der Löschgruppe Meindorf der Freiwilligen Feuerwehr: “ Nach den großen Einschränkungen des Dienst- und Einsatzbetriebes durch Corona kommt die Feuerwehr so langsam in der neuen Normalität an. Der Einsatzbetrieb findet bereits wieder im normalen System statt. Unser Übungs- und Unterrichtsbetrieb findet seit Anfang Juni in Kleingruppen und mit entsprechenden Schutzmaßnahmen ebenfalls wieder statt. Interessierte können sich jederzeit gerne an mich oder die im Schaukasten am Feuerwehrhaus ausgewiesenen Ansprechpartner wenden!“, so HBM Martin Bechtel.

Und auch Angelika Klein, Schriftführerin des Damenkomitee Meindorf 1969 reagierte schnell auf unsere Anfrage: „Leider weiß derzeit noch niemand, wie sich die kommende Karnevals-Session 20/21 gestalten wird. Viele Termine und Veranstaltungen sind bereits abgesagt, aber so ganz möchte das Damenkomitee Meindorf, wie viele andere Karnevalsvereine der Stadt Sankt Augustin, den Karneval in unserer Stadt noch nicht aufgeben. Derzeit wird noch die weitere Entwicklung der Lage abgewartet. Alle vereinsinternen Treffen wie auch die noch ausstehende Mitgliederversammlung werden erst durchgeführt, wenn dies in einer Gaststätte mit gutem Gewissen möglich ist“, schrieb sie unserer Redaktion.

Irene Dahlhausen, Geschäftsführerin der K.G. Rot-Weiß Meindorf, antwortet mit karnevalistischen Grüßen: „Das Jahr 2020 wird in unserem Vereinsleben wahrscheinlich das Außergewöhnlichste. Alle Veranstaltungen werden bis nach der Session (Februar 2021) dem Corona-Virus „zum Opfer fallen“. Betroffen davon sind der Mädelsflohmarkt, die Proklamation (mit dem Ortsring zusammen) im November und das Prinzentreffen 2021. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, es würde immer am fehlenden Publikum mangeln. Selbst wenn wir eine Proklamation oder ein Prinzentreffen veranstalten würden, wer kommt dann wirklich? Wir wünschen allen Meindorfern und Karnevalisten und ALLES GUTE und BLEIBT GESUND!!“

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Bürgerverein und ev. Kirchengemeinde bieten Unterstützung beim Einkauf an

Insbesondere ältere Menschen sind durch den Coronavirus stark gefährdet. Das erschwert ihnen die Selbstversorgung erheblich. Ortsvorsteher Peter Kespohl hat daher dem Bürgerverein Meindorf vorgeschlagen, einen Einkaufsservice für ältere Meindorfer anzubieten. Stefan Rosenbach, Vorstandsmitglied des Bürgervereins: “ Das tun wir sehr gerne. Wir versuchen festzustellen, ob es in Meindorf Betroffene gibt, die aufgrund der aktuellen Situation besondere Unterstützung zum Beispiel beim Einkaufen benötigen“. Hinweise und Anfragen nimmt der Bürgerverein per Mail unter Buergerverein-meindorf@web.de gerne entgegen. Und auch die ev.Kirchengemeinde Menden & Meindorf unterstützt bei Einkäufen und kleineren Botengängen. Tel: 02241/ 312160 (Gemeindebüro) oder 02241/8796483 Pfarrer Jan Busse, eMail: Jan.Busse@ekir.de. Darüber hinaus bietet die Stadt Sankt Augustin auch Unterstützung über ihre Seniorenberaterin Christiane Hellwig, Tel: 02241/243-444 an.

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Ergebnisse Europawahl 2019

Weitere Ergebnisse und Analysen der Europawahl 2019 für den Rhein-Sieg-Kreis finden Sie hier.

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