Blog des Ortsvorstehers

Aus der Absage von Hangelar lernen – tragfähiges Konzept für Veranstaltungen in Sankt Augustin gefordert

Blog des Ortsvorstehers: Nach 25. Jahren wurde das Spektakel in Hangelar in diesem Jahr abgesagt. Das ist ein Weckruf,  nicht nur für die Ausrichter und Besucher in Hangelar. Die Probleme der Veranstalter von Ortsfesten, sowie Karnevals- und Maiveranstaltungen sind strukturell und betreffen viele Vereine in Sankt Augustin und in Meindorf. Dabei hatte es bereits seit der Absage der Karnevalsfeten der Junggesellen sowie der Feuerwehr in Meindorf in diesem Jahr durchaus Warnungen gegeben. Ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen stehen inzwischen vor Problemstellungen, die von den Vereinen nicht mehr selbst gelöst werden können. Es war durchaus bekannt, dass Vereine u.a. auf Grund der erhöhten Sicherheitskosten ihr Engagement überdenken müssen. Deshalb sind die Fachleute im Rathaus gefordert, dies nicht einfach hinzunehmen und sich mit allen Beteiligten kurzfristig an einen Tisch zu setzen. Ihre Aufgabe ist es, eine tragfähige Lösung für Sankt Augustin zu erarbeiten, die die Problem der Haftungsfragen und verschärften Sicherheitsbedingungen für alle Vereine aufgreift. Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist aufgerufen, das Thema für Veranstaltungen der Gewerbetreibenden aufzugreifen und diese zB bei Haftungsfragen zu entlasten. Und auch die Stadtwerke können einen Beitrag leisten, indem sie z.B. mit ihren Fahrzeugen die Zuwege zu Veranstaltungen absichern.

Hangelar hat sich die Absage sicherlich nicht leicht gemacht, aber Sicherheit steht an erster Stelle. Doch genau dann ist ein starker Partner der Stadt und der Wirtschaftsförderung als Problemlöser gefragt. Alle müssen nun an einen Tisch und an einem Strang ziehen.

Peter Kespohl
Ortsvorsteher und Stadtrat

Blog des Ortsvorstehers: Neue Perspektiven für unseren Fußballplatz an der Sieg

Endlich geht es voran: Am 8. März hat der Kultur- und Sportausschuss in öffentlicher Sitzung über eine kurz- und langfristige Verbesserung des Spiel- und Trainingsbetriebs des FC Adler Meindorf beraten. Auch durch den Haupt- und Finanzausschuss wurden die notwendigen Mittel noch für dieses Jahr freigegeben.

Der Zustand des einzigen Rasenplatzes in Sankt Augustin hatte sich in den vergangenen Jahren dramatisch weiter verschlechtert. Grund genug das Problem gemeinsam mit dem Vereinsvorstand  kontinuierlich im Rathaus, aber auch in den politischen Gremien, zu adressieren und voranzutreiben. Ich bin der Meinung: Der FC Adler hat in der Vergangenheit viel Geduld bewiesen. Nun wurden trotz der angestrengten Haushaltslage die Mittel für die Sanierung des Platzes freigegeben. Wertvolle Unterstützung erfuhr der FC Adler dabei insbesondere auch von Martin Metz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat.

Mit Blick auf das schwierige und u.U. langwierige Genehmigungsverfahren in Naturschutzgebieten auch für einen Hybridrasenplatz,  befürwortet der Vereinsvorstand zunächst eine kurzfristige Sanierung des bestehenden Rasenplatzes.  Darüber hinaus wird geprüft, ob es im Rahmen des Bestandsschutzes die Möglichkeit gibt, die Trainingsbedingungen für den Adler auf dem Bolzplatz neben am Spielplatz zu verbessern.

Für eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Platzsituation wurde die Idee entwickelt, eine  Projektgruppe aus Verein, Politik und Verwaltung einzusetzen, um anhand der Probleme unseres Fußballvereins an der Sieg eine  Konzept  für Sportstätten in Naturschutzgebieten erarbeiten. Dies umfasst auch eine Modernisierung des Vereinsgebäudes, das deutlich in die Jahre gekommen ist.

Peter Kespohl
Ortsvorsteher

Volkstrauertag: Ansprache des Ortsvorstehers zur Kranzniederlegung

Liebe Meindorfer,
ich freuemich, dass Ihr nach dem Gottesdienst nun auch mit auf den Friedhof gekommen seid, um am Vorabend des Volkstrauertages der Toten und Gefallenen der beiden Weltkriege zu gedenken. An dieser Stelle bereits einen herzlichen Dank an die Kameraden der Meindorfer Feuerwehr, den Sängern des Männergesangvereins und den Musikern des Orchesters Siegklang, die unserer Kranzniederlegung wieder einen würdigen Rahmen verleihen.

Ich möchte heute über die Sicherheit und Geborgenheit sprechen, die unser Heimathafen Meindorf bietet, während um uns herum die Welt in Aufruhr und einem gewaltigen Umbruch ist.

Morgen, auf den Tag genau am deutschen Volkstrauertag, jähren sich die feigen Anschläge von Paris. Wir haben auch hier vor einem Jahr den  Opfern gedacht. Viele von uns werden sich damals Gedanken darüber gemacht haben, ob diese Anschläge wohl so weiter gehen und ob wir auch hier in Deutschland davon betroffen sein werden. Inzwischen wissen wir, dass es weitere fürchterliche Angriffe auf die Demokratie und Bürger in Europa gegeben hat. Zum Beispiel in Brüssel, Nizza und jüngst auch auf unser Konsulat in Afghanistan.

Bei all diesem Schrecken, von dem wir über die Medien fast täglich erfahren, ist für mich Meindorf ein sicherer Hafen, in dem ich mich geborgen fühle und dessen Einwohner sich darüber hinaus durch eine große Hilfsbereitschaft auszeichnen.  Erst gestern haben wir mit dem Sankt Martins Zug daran erinnert, wie der römische Soldat seinen warmen Mantel mit einem Bettler teilte. Anfang Dezember wird die neue Flüchtlingsunterkunft in Menden direkt an der Grenze zu Meindorf fertiggestellt und bezogen. Ich bin mir sicher, dass dann auch dort wieder die Hilfsbreitschaft der Meindorfer sichtbar wird.

Heute Mittag hat der Bürgerverein seine traditionelle Beleuchtung am Baum in der Straßenkurve beim der ehemaligen Bäckerei Profitlich angebracht. Das mag ich sehr. Wenn ich im Advent von der Arbeit in Bonn oder von Reisen nach Berlin und Kiel zurück nach Meindorf komme,
begrüßt mich sofort ein warmes Willkommenslicht und ich weiß: Hier sind wir in Sicherheit und geborgen, hier bin ich zu Hause.

Dass dies heute so ist und sein kann, dafür haben unsere Vorfahren, die während der beiden Weltkriege ihr Leben lassen mussten, einen großen Anteil und den entscheidenden Grundstein gelegt.

Um sie zu ehren, haben wir heute in Dankbarkeit einen Kranz am Ehrenmal niedergelegt.

Peter Kespohl
Ortsvorsteher Meindorf

 

Blog des Ortsvorstehers: Meindorfer Fußballern muß endlich geholfen werden

Ist es sehr erfreulich, daß sich die GRÜNEN mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Martin Metz genau jetzt gemeinsam mit der SPD entschlossen für eine Verbesserung der Sportmöglichkeiten des FC Adler stark machen. Seit vielen Jahren werden unsere Meindorfer Sportler von Pontius zu Pilatus geschickt und mit Verweisen auf den maroden Haushalt und Naturschutzvorgaben vertröstet, während in Birlinghoven und Buisdorf neue Hybridplätze entstanden sind. Diese bieten inzwischen völlig neue Möglichkeiten, die berechtigten Interessen nach eine Verbesserung der Bespielbarkeit des Rasenplatzes und Naturschutzforderung unter einen Hut zu bekommen, weil sie eben nicht die Oberfläche des Spielfeldes versiegeln. Und auch das Todschlagargument der drohenden Überflutung durch ein mögliches Sieghochwasser zieht so nicht mehr.

Genau jetzt und heute ist also bei allen Beteiligten entschlossenen Handeln angesagt und eben nicht mehr – wie vom GA-Redakteuer M. Hendorf kommentiert – zum hundertsten Mal zu diskutieren, ob nun wirklich jeder Stadtteil einen eigenen Fußballplatz benötigt. Jetzt geht es vielmehr darum endlich das Engagement der Trainer und Spieler des FC Adler zu honorieren. Wie im Antrag gefordert müssen kurzfristig die notwendigen Analysen durchgeführt und Kosten ermittelt werden. Und auch für das marode Sportlerheim muss und kann eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Zeigen doch die Skandinavier mit einer modernen Architektur unter Einsatz moderner Bautechnik und Materialen schon längst, dass Gebäude in ihrer traumhaften Natur keine Störenfriede sind, sondern ganz im Gegenteil eine Bereicherung sein können. Gut dass zumindest GRÜNE und SPD hier nun an einem Strang ziehen und zwar in Richtung Meindorf – bevor der nächste Sportverein um die Ecke biegt und weitere Kunstrasenplätze neben der bereits bestehenden üppigen Ausstattung auf seiner Vereinsanlage fordert.

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag und Gedenken an die Toten von Paris

Die Einladung zur Kranzniederlegung am Ehrenmahl in Meindorf für die Toten des 1. und 2. Weltkrieges war schon lang veröffentlicht, da nahm der Begriff „Volkstrauertag“ ein neue, fürchterlich aktuelle Dimension an.

Während wir eigentlich  der schrecklichen Auswirkungen der beiden Weltkriege gedenken wollen, wurde nicht weit von uns entfernt in Paris nach den erneuten Terror-Anschlägen eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

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Seit dem 11. September 2001 in NY hat jeder von uns gehofft, nie wieder Terroranschläge diesen Ausmaßes erleben zu müssen. Vergeblich! Die Realität hat uns in dieser schrecklichen Nacht von Paris auch in Europa erneut in unglaublicher Brutalität eingeholt.

Gleichzeitig versuchen sich Millionen von Flüchtlinge vor Krieg und Terror in ihren Heimatländern bei uns in Europa, Deutschland und auch in Sankt Augustin in Sicherheit zu bringen.

Am vergangenen Samstag, dem Vorabend des Volkstrauertages trafen sich zahlreiche Meindorfer zum kath. Gottesdienst von Pater Davis und um im Anschluss daran, mit der Kranzniederlegung am Friedhof den Toten zu gedenken.

Unser ev. Pfarrer Jan Busse machte im Abschlussgebet am Ehrenmal noch mal ausdrücklich klar: „Diejenigen, die auf der Flucht sind, sind nicht diejenigen, die den Terror verbreiten“ und stellte Jesus Christus, mit seinem „radikalen Pazifismus“  als Vorbild dar.

Feuerwehr, Männergesangverein und das Blasorchester Siegklang sorgten dabei im Fackelschein für ein würdigen Rahmen. Dafür an dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank!

Nous sommes Paris!!

Peter Kespohl
Ortsvorsteher