Neue Aussagen zum Zeitplan A 59 – Ausbau

Der Bundestag hat vor einigen Jahren beschlossen, die A 59 zwischen Autobahndreieck Sankt Augustin West und Autobahndreieck Bonn Nordost achtspurig auszubauen. Davon ist insbesondere auch Meindorf betroffen. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren. In 2019 hatten Peter Kespohl und Martin Metz in einer Veranstaltung die Bürgerschaft informiert und danach darauf hingewirkt, dass die Stadt Sankt Augustin eine Vielzahl von Eingaben im Verfahren vorgebracht hat, vor allem zur Verkehrsführung, städtebaulicher Gestaltung und Lärmschutz.

In einem Vortrag vor der Verkehrskommission des Regionalrates am 07.05.2021 gab es nun Aussagen zum weiteren Zeitplan der Autobahn GmbH des Bundes:

  • Ende 2021 sollen die überarbeiteten Planunterlagen („Deckblatt“) vorliegen. Diese werden dann erneut öffentlich ausgelegt.
  • Ein Baubeginn wird für Ende 2025 angestrebt.

Es wird weiter notwendig sein, diesen Prozess eng zu begleiten. Vor allem ist spannend, ob die überarbeiteten Planunterlagen auf die Einwände der Stadt Sankt Augustin eingehen werden.

Unabhängig davon wird auf Bundesebene – aus meiner Sicht richtigerweise – zunehmend darüber diskutiert, ob solche Straßenausbauprojekte angesichts dauerhaft sich ändernder Verkehrsverhältnisse und neuer Zielsetzungen beim Klimaschutz überhaupt noch zeitgemäß sind.

Martin Metz, Ortsvorsteher

Infoabend von SPD und Grünen zum Ausbau der A59

Lärmschutz & Co: Was bedeutet der Ausbau der A59 für Meindorf und Menden?

Wie bekannt soll die A 59 zwischen Dreieck Sankt Augustin und Dreieck Bonn Nordost von 6 auf 8 Spuren verbreitert werden. Verantwortlich für die Maßnahme ist der im Auftrag des Bundes tätige Landesbetrieb Straßenbau NRW. Bereits 2016 waren die Pläne im Planfeststellungsverfahren zum ersten Mal einsehbar. Nun gibt es einige Änderungen. Noch bis zum 19.06.2019 liegen die neuen Pläne öffentlich aus und sind hier bei uns als komprimierte ZIP Dateien abrufbar.

Bis zum 18.07.2019 können alle Bürgerinnen und Bürger bei der Bezirksregierung Einwände erheben und Anregungen zu den Plänen geben.

Die Ausbauplanung für die A 59 hat einige Auswirkungen: Neubau eines Regenrückhaltebeckens, bauliche Eingriffe im Bereich Johann-Quadt-Str./Bahnhofstr./Im Winkel, Umbau der L16-Unterführung oder der Lärmschutz, der nach wie vor nicht weit genug nach Süden vorgesehen ist. Bislang nicht berücksichtigt sind die Planungen für einen Radschnellverbindung Bonn/Rhein-Sieg entlang der Autobahn oder die Idee einer Grünbrücke zwischen Hangelarer Heide und Siegaue.

Martin Metz
Peter Kespohl
Die neue Offenlage der Pläne ist Anlass, dass die Ratsmitglieder Peter Kespohl (SPD, Ortsvorsteher Meindorf) und Martin Metz (GRÜNE) die Planung im Allgemeinen und die erfolgten Änderungen vorstellten. Sie haben am 26. Juni im „Santorini“ in Meindorf mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren, wie sie die Planungen einschätzen und welche Aspekte ihnen wichtig sind. Die Diskussion umfasste auch den Neubau der S13 und die dabei geplanten Lärmschutzmaßnahmen. Das „Santorini“ war komplett überfüllt, teilweise folgten die Teilnehmer von aussen dem Vortrag der beiden Stadträte. Von den Bürgerinnen und Bürgern kamen viele Anregungen wie beispielsweise die Lärmreduktion durch Geschwindigkeitsbegrenzungen oder auch die Verlängerung der geplanten Lärmschutzwände. Auch die Meindorfer Unterführung war ein Thema da in den Plänen nunmehr keine Radwege vorgesehen sind. Hier könnte eine dauerhafte Ampelschaltung mit einspuriger Verkehrsführung für eine deutliche Verkehrsentlastung in Meindorf sorgen – so ein Vorschlag.

Die Diskussionsergebnisse sollen nun in die Beratungen im Stadtrat Sankt Augustin, der eine eigene Stellungnahme abgeben will, einfließen.

Die während der Diskussion gezeigte Präsentation können Sie hier als PDF Dokument herunterladen.